Die "internet-gallery" im Radio: Kultur Info-Radio auf RBB


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Abgeschickt von internet-gallery-Team am 29 Januar, 2005 um 14:05:25

Am letzten Mittwoch, den 26.1. lief auf RBB Info-Radio jeweils um 8.55 und 9.55 ein Beitrag über Kunstgalerien im Internet, für den ein Interview mit uns geführt wurde.
Für alle Interessierten hier der O-Ton des Beitrags:

"Internetgalerien
Ein virtueller Galerienrundgang - mit Barbara Wiegand

Bücher und CDs kaufen viele schon lange übers Internet. Bei einem Gemälde oder einer Skulptur ist das nicht so üblich. Dennoch sind viele Galerien nur im Netz zu Hause. Barbara Wiegand besuchte einige Websites.
Gibt man "Galerie" plus "Internet" in die Suchmaschine ein, stößt man zum Beispiel auf die galerie eder-net.at. Seit drei Jahren präsentiert Markus Eder aus Linz auf dieser Seite Kunst im Netz. Ein wechselndes Picture of the Moment empfängt den Besucher der nicht sehr übersichtlich gestalteten Website. Auf der man kleine Bilder von Kunstwerken anklicken kann. Etwa eine
filigrane Tannenbaum Skulptur von Adam aus Eiche, Kugeln und Kupferrohr. Oder das "Überlebender" betitelte Gemälde des New Yorkers Frank Ettenberg auf dem aus kahlen Ästen ein Kolibri abzustürzen droht. Künstler, die sich gegen Gebühr in der Netzgalerie präsentieren, die sich zuvor schon mit Ausstellungen etabliert haben sollen und deren Arbeiten ursprünglich auch im
Netz gehandelt werden. Sollten. Aber:
"Ein seriöser Verkauf ist über das Netz nicht machbar. Ein digitales Foto eines Gemäldes etwa reicht nicht aus. Man muß das Werk direkt betrachten können." Das gelte vor allem für Bilder und Skulpturen ab 1000 Euro aufwärts.Kunstdrucke zwischen 5 und 50 Euro könne man sicher gut im Netz verkaufen.
So ist Galerist für Eder auch mehr ein Nebenberuf, bei dem manchmal das Gestalten einer Website abfällt. Der Künstler profitiert von einem Verweis auf seine Seite, oder, falls nicht vorhanden, einer Kontaktherstellung. Und einem gesteigerten Bekanntheitsgrad. Bei realistisch geschätzt 20 bis 50 Seitenbesuchern pro Tag.
Die Internetgalerie eher als Info- denn als Handelsmedium sieht auch Sven Voigt Christiansen von der Internet-Gallery, die 1999 in Hamburg von einigen Eventmanagern gegründet wurde.
"Wir haben die Galerie gegründet, um auch unbekannteren Künstlern eine Chance zu geben. Außerdem herrschte in Sachen Internet damals ja so eine Art Goldgräberstimmung. Und da hofften wir mit dem Anbieten auch von Werken bekannterer Künstler vielleicht auch kommerziellen Erfolg zu haben."
Die Goldgräberstimmung sei vorbei. Jetzt sei viel Idealismus erforderlich und der Verzicht auf rein kommerzielle Erwägungen. So ist die "internet-gallery"-Seite auch zuallererst der Kunst gewidmet. "Appetizer" wie es heißt aus allen Rubriken, also Fotografie, Malerei, Skulptur stehen zum Anklicken zur Auswahl. Etwa das Geheimnis von Kunst und Natur als Fotografie
eines wie durch Säure brüchig erscheinenden Sonnenuntergangs. Darunter erscheinen genauere Angaben, wie Größe und Preis. Hier 450 Euro. Und der Name des Künstlers, Robert Klawohn, der wie die anderen gegen eine Jahresgebühr bei der "internet gallery" auftritt und über den man per weiteren
Klick mehr erfährt.
Neben anderen, zumeist als die beschriebenen Appetizer leicht verdaulichen Werken bieten die Hamburger Netz Galeristen auch Second Hand Art an. Zum Beispiel ein von Joseph Beuys signiertes Plakat für 300 Euro, eine Heinrich Zille Lithografie für 250 Euro.  
Über das Poster, den zigfach Druck hinaus bieten sonst wenige reine Internet Galerien Kunst zum Kauf an. So bietet culturehouse unter der Adresse die-collage.de  wenig originäres und viel Seichtes a la Dali zum betrachten an und vermittelt den Kontakt zum Künstler. Und auch die I net Galerie aus Konstanz hat sich den Kunstverkauf im Netz aus dem Kopf geschlagen. Bei
recht hohen, mindestens dreistelligen Preisen für recht unbekannte Künstler ist das mangelnde Interesse allerdings nachvollziehbar. So das aber immer noch der Gang durch virtuelle Räume bleibt, mit per Mausklick näher zu betrachtenden Gemälden."



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